Warum Bargeld wichtig ist – und bleibt
Fair, verbraucherfreundlich und mit eingebautem Datenschutz – Bargeld hat auch im 21. Jahrhundert seine Daseinsberechtigung im Mix der Zahlungsmittel

Bargeld als wichtige Säule im Zahlungsmittelmix
Fair, verbraucherfreundlich und mit eingebautem Datenschutz – Bargeld hat auch im 21. Jahrhundert seine Daseinsberechtigung im Mix der Zahlungsmittel. Gerade im Zahlungsverkehr, in dem digitale Optionen zunehmend an Bedeutung gewinnen, wird man schnell zum „gläsernen Konsumenten“. Das Zahlen mit Bargeld bietet eine Möglichkeit, das eigene Zahlungsverhalten privat zu halten.
Innovation und Fortschritt sind gut für Wirtschaft, Verbraucher und Zivilgesellschaft. Die Digitalisierung macht Vieles einfacher, integrativer und unkomplizierter, ermöglicht Teilhabe und macht im besten Fall noch Spaß. Wichtig ist aber auch, Entwicklungen immer klug zu hinterfragen. „Welche Daten möchte ich weitergeben? Wie viel Privates öffentlich machen? Welche Services zu welchen Konditionen nutzen?“. Hier kommt die Nutzung von Bargeld ins Spiel: sie kann eine Möglichkeit sein, sich als Verbraucher zu emanzipieren und zu bewusst die Kontrolle darüber zu behalten, wer Informationen zu unserem Konsumverhalten erhält.
Deutsche Bundesbank macht Vorteile der Bargeldnutzung deutlich
Die Deutsche Bundesbank hat in ihrer letzten großen Studie zum Zahlungsverhalten in Deutschland* festgestellt, dass Bargeld immer noch das beliebteste Zahlungsmittel ist. Rund drei von vier Einkäufen (74 Prozent) zahlten die Verbraucherinnen und Verbraucher im Untersuchungszeitraum mit Banknoten und Münzen. Einfache, niederschwellige Nutzung (gerade für ältere Menschen) und Ausgabenkontrolle wurden als wichtiger Faktor für die Wahl von Bargeld als Zahlungsmittel genannt und eben Anonymität.
Bargeld muss erhalten bleiben
Bargeld ist ein wichtiger Bestandteil eines ausgewogenen Zahlungsmittelmixes. Es dient als krisenunabhängige Möglichkeit der Wertaufbewahrung, macht das häusliche Ausgabemanagement transparenter und ist probates Mittel gegen den „gläsernen Konsumenten“ in der digitalen Welt. Deshalb setzten wir uns für den Erhalt von Bargeld ein und tragen mit unseren Geldautomaten zu einer möglichst flächendeckenden Bargeldinfrastruktur bei. Denn nur so hat der Verbraucher wirklich die Wahl.
* Deutsche Bundesbank 2018: „Zahlungsverhalten in Deutschland 2017 - Vierte Studie über die Verwendung von Bargeld und unbaren Zahlungsinstrumenten“